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Ausgabe Nr. 712, 21.02.2025

TRADERS´Briefing


Liebe Leserinnen und Leser,

das chinesische Unternehmen DeepSeek hat mit seinem R1-Sprachmodell eine neue Dynamik in den KI-Markt gebracht. Besonders NVIDIA gerät unter Druck: Die Aktie verlor nach der Veröffentlichung fast 600 Milliarden US-Dollar an Marktwert, da das R1-Modell deutlich günstigere Hardware benötigt. Auch OpenAI könnte Schwierigkeiten bekommen, wenn Investoren ihre hohen Finanzierungssummen hinterfragen. Dagegen profitieren Unternehmen wie AMD und Intel, die weniger leistungsstarke, aber kompatible Chips anbieten. Softwareentwickler wie Salesforce oder Microsoft könnten zudem neue KI-Produkte effizienter gestalten. Doch ob DeepSeek tatsächlich eine Revolution auslöst, bleibt ungewiss - die Branche entwickelt sich rasant weiter, und selbst aktuelle Verlierer wie NVIDIA oder OpenAI könnten sich neu positionieren. Die KI-Zukunft ist keineswegs entschieden. Robert Habeck, Kanzlerkandidat der Grünen, macht das Verbrenner-Aus ab 2035 zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung seiner Partei. In einem Interview mit RTL/ntv betonte er, dass neue fossile Fahrzeuge nach diesem Zeitpunkt nicht mehr zugelassen werden dürften, um die Klimaziele einzuhalten. Eine Regierung, die sich schwierigen Debatten verweigere, sei für ihn keine Option. Zudem hofft Habeck auf eine starke Wahlbeteiligung für die Grünen, um eine klare Regierungsoption zu haben. Ziel seien mindestens 14 bis 15 Prozent der Stimmen. Um 9:30 Uhr stehen die Zahlen des Einkaufsmanagerindex in Deutschland auf dem Programm, um 15:45 Uhr die der USA. Um 16:00 Uhr werden die Verkäufe bestehender Häuser gemeldet. Der Fear-and-Greed-Index sank um drei Punkte auf den Wert 45 und befindet sich damit am untersten Rand des neutralen Bereichs. Die Wall Street schloss den Handel am Donnerstag mit Verlusten, die europäischen Indizes notierten hingegen uneinig.

So ist die Stimmung der internationalen Marktakteure *

Fear-and-Greed-Indikator

Schnelle Trendübersicht

Schnelle Trendübersicht

Bem.: Signale über Supertrend-Indikator (20x2,5)

Fundamental wirtschaftlicher Rückblick

Gewinner und Verlierer des Tages

Siemens hat einen milliardenschweren Anteil an Siemens Healthineers verkauft und damit seinen Einfluss auf die Medizintechniktochter reduziert. Die Platzierung von 26,5 Millionen Aktien brachte 1,45 Milliarden Euro ein, die zur Finanzierung der Altair-Übernahme genutzt werden sollen. Während die Healthineers-Aktie um 2,03 Prozent auf 55,14 Euro nachgab, legte die Siemens-Aktie mit 0,41 Prozent auf 221,25 Euro zu. Der Anteil von Siemens an Healthineers sank dadurch von 75 auf 73 Prozent, wobei für drei Monate kein weiterer Verkauf geplant ist. Finanzvorstand Ralf Thomas stellte sogar die Mehrheitsbeteiligung infrage. Siemens setzt verstärkt auf digitale Geschäfte und trennt sich von Randbereichen, darunter auch Anteile an Siemens Energy. Investoren fordern eine weitergehende Entflechtung des Konzerns.

Durch eine technische Umrüstung von 10.000 Zügen verbessert sich der Mobilfunkempfang für Bahnreisende in Deutschland erheblich. Grund dafür ist die Ablösung störanfälliger GSM-R-Zugfunkgeräte durch gehärtete Modelle, die den LTE-Funk im 900-MHz-Band nicht mehr beeinträchtigen. Bislang hatte der Zugfunk die Nutzung dieser Frequenzen für Mobilfunkanbieter eingeschränkt. Mit der Umstellung, die vom Verkehrsministerium mit 95 Millionen Euro gefördert wurde, dürfen seit Dezember 2024 nur noch modernisierte Fahrzeuge das Schienennetz nutzen. Telekommunikationsanbieter und die Deutsche Bahn erwarten eine deutliche Verbesserung der Netzqualität entlang von 15.200 Streckenkilometern. Zusätzlich setzt die Bahn auf neue Fenstertechnologien, um die Abschirmung von Funksignalen durch den Faraday'schen Käfig der Züge zu reduzieren.

Renault hat 2024 trotz der Branchenflaute einen operativen Rekordgewinn erzielt, erwartet jedoch für 2025 einen Rückgang der Rendite. CEO Luca de Meo lobte die neue Partnerschaft mit Geely, was Spekulationen über das Ende der Allianz mit Nissan verstärkt. Während der Umsatz um 7,4 Prozent auf 56,2 Milliarden Euro stieg, sank der Nettogewinn durch Buchverluste beim Nissan-Anteilsverkauf auf 752 Millionen Euro. Trotz des Gewinnrückgangs wird die Dividende um 20 Prozent auf 2,20 Euro pro Aktie erhöht. Die Aktie schloss gestern mit einem Verlust von 4,03 Prozent auf 49,12 Euro.

Hypoport profitiert von der Erholung des Immobilienmarktes und erwartet 2025 steigende Umsätze sowie einen höheren Gewinn. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen mindestens 640 Mio. Euro Umsatz und ein Ebit zwischen 30 und 36 Mio. Euro. 2024 stieg der Umsatz von 490 auf 560 Mio. Euro, das operative Ergebnis verbesserte sich auf 17 Mio. Euro. Der Aktienkurs, der nach einer langen Flaute stark gefallen war, erhielt durch die positiven Aussichten neuen Auftrieb: plus 6,48 Prozent bei 212,00 Euro.

Termine der Hauptversammlungen für DAX, MDAX, TecDAX, ATX & EuroStoxx50

Hauptversammlungs-Termine

Die Hauptversammlung eines börsennotierten Unternehmens ist die einmal im Jahr stattfindende Zusammenkunft von Aktionären, des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Versammlung dient dem Informationsaustausch mit seinen Aktionären und der Beschlussfassung unternehmensbezogener Vorgänge. Die teilnehmenden Aktionäre haben bei Abstimmungen ein entsprechendes Stimmrecht, das von der Anzahl der persönlich gehaltenen Aktien abhängt. Am Termin der Hauptversammlung ist mit Vorsicht an den Märkten zu agieren, da große Kurssprünge in beide Richtungen durch getroffene Entscheidungen möglich sind. Diese Warnung gilt auch für die Veröffentlichung von Quartalsberichten.

Momentum-Prognose für den DAX-Aktienmarkt

Momentum-Prognose für den DAX-Aktienmarkt

Bild: Kerzen-Chart, Advance-Decline-Line (ADL) & MACD-Indikator auf den DAX-Index

Technische Kurzanalyse

Der Deutsche Aktienindex ging gestern mit einem Plus von 67,58 Punkten in den Tag, was einen Vorsprung von 0,30 Prozent ausmachte. Nach einer Korrektur wurde das Tageshoch um 11:05 Uhr auf 22.574,59 Punkten angelaufen - ab dann ging es die meiste Zeit des Handelstages nach unten. Zum Handelsschluss standen 22.314,65 Zähler auf der Abrechnung, und damit 118,98 Punkte Verluste. Prozentual machte dieser 0,53 Prozent des Indexwertes aus.

Mit 13 Gewinner-Aktien zu 27 Verlierern war das Ergebnis für den ADL-Indikator eindeutig: ein weiterer Schritt nach unten. Die beste und die schlechteste Aktie in DAX waren am Donnerstag diese beiden: Die Vorzugsaktie von Sartorius legte um 4,32 Prozent zu und schloss bei 249,00 Euro. Am anderen Ende der Skala stand MTU Aero Engines mit einem Rückgang von 4,65 Prozent auf 313,60 Euro.

Der MACD hat sich für ein zaghaftes Crossover entschieden, so dass mit dem heutigen Freitagmorgen ein Short-Signal vorliegt. Lohnt es sich, dieses zu handeln?

Grundsätzlich ist dieses für den Trendhändler und Swing-Trader nun nicht auf dem Tages-Chart nutzbar, denn lediglich zwei negative Tageskerzen bedingen noch lange kein vernünftiges Setup. Der Swing-Trader könnte Gewinne sichern, das wäre möglicherweise eine sinnvolle Handlung. Der Daytrader hingegen könnte sich auf kleine Short-Bewegungen konzentrieren.

Vorbörslich befindet sich der DAX-Kurs zur Stunde im Bereich von 22.320/22.330 Punkten, und damit auf dem Niveau des gestrigen XETRA-Schlusskurses. Ein positives Zeichen in Sachen Stabilität.

Die Advance-Decline-Line (ADL) wird über die Differenz der gestiegenen und gefallenen Aktien berechnet. Grundsätzlich gilt, dass jede Bewegung des Index von der ADL bestätigt werden sollte. Fehlt die ADL-Bestätigung, deutet das auf eine unsichere Kursbewegung hin. Ein Aufwärtstrend kann sich nur ausbilden, wenn die Mehrzahl der Aktien daran teilnimmt.

Aktuelle Handelschancen per Kursmuster

Inside-Days für DAX, MDAX, TecDAX & EuroStoxx50

Das Chartmuster Inside-Day

Ein Inside-Day liegt vor, wenn sich der aktuelle Candlestick innerhalb des Candlesticks des vorangegangenen Tages befindet. Das Tageshoch liegt also tiefer und das Tagestief höher als am Vortag. Inside-Days kennzeichnen abnehmende Volatilität und eignen sich ideal als Einstiegsmuster aufgrund des guten Chance-Risiko-Verhältnisses.

Bei Inside-Days ist die zukünftige Kursrichtung oft nicht prognostizierbar.

Möglicher Handelsansatz:

a) Man spekuliert auf steigende Kurse, wenn das Tageshoch des Inside-Days überschritten wird und legt eine Stopp-Order an das Tief des Inside Bars.

b) Man spekuliert auf fallende Kurse, wenn das Tagestief des Inside-Days unterschritten wird. Der Stopp an das Hoch des Inside Bar gelegt.

Zusätzlich gibt die Tabelle noch an, ob die jeweilige Aktie gerade eine starke oder eine schwache Relative Stärke aufweist.

Beachten Sie, diese Tabelle stellt keinerlei Handelsempfehlung dar.

Treffen Sie Ihre Handelsentscheidungen immer anhand Ihrer eigenen Analysen.


Wertpapiere mit Inside-Days

Outside-Days für DAX, MDAX, TecDAX & EuroStoxx50

Das Chartmuster Outside-Day

Ein Outside-Day liegt vor, wenn der aktuelle Candlestick den vorangegangenen Tag komplett umschließt. Das Tageshoch liegt also höher und das Tagestief niedriger als am Vortag. Ein Outside-Day entspricht einem Engulfing bei den Candlestick-Mustern.

Möglicher Handelsansatz:

a) Man spekuliert auf steigende Kurse, wenn das Tageshoch des Outside-Days überschritten wird. Den Stopp platziert man an das Tief des Outside Bars.

b) Man spekuliert auf fallende Kurse, wenn das Tagestief des Outside-Days unterschritten wird. Den Stopp setzt man an das Hoch des Outside Bars.

Zusätzlich gibt die Tabelle noch an, ob die jeweilige Aktie gerade eine starke oder eine schwache Relative Stärke aufweist.

Beachten Sie: diese Tabelle stellt keinerlei Handelsempfehlung dar.

Treffen Sie Ihre Handelsentscheidungen immer anhand Ihrer eigenen Analysen.


Wertpapiere mit Outside-Days

Trendhandel mit neuen 20-Tage-Hochs/-Tiefs

Aktien, die ein 20-Tages-Hoch oder ein 20-Tages-Tief erzielen (entspricht einem Handelsmonat), weisen oft eine besondere Trendstärke auf.

Long-Kandidaten für DAX, MDAX, TecDAX & EuroStoxx50

Wertpapiere mit neuem 20-Tage-Hoch

Short-Kandidaten für DAX, MDAX, TecDAX & EuroStoxx50

Wertpapiere mit neuem 20-Tage-Tief

*) Der Fear-and-Greed-Indikator ist ein Stimmungsindikator, der sich aus sieben Einzelindikatoren zusammensetzt:

1. Aktienkurs-Momentum: der S&P 500 (SPX) im Vergleich zu seinem gleitenden 125-Tage-Durchschnitt

2. Aktienkurs-Stärke: die Anzahl der Aktien, die an der New Yorker Börse 52-Wochen-Hochs und -Tiefs erreichen

3. Aktienkurs-Breite: das Handelsvolumen von Aktien im Aufwärtstrend gegenüber Aktien im Abwärtstrend

4. Verkaufs- und Kaufoptionen: das Put/Call-Verhältnis, das das Handelsvolumen von bullischen Call-Optionen mit dem Handelsvolumen von bearishen Put-Optionen vergleicht

5. Junk-Bond-Nachfrage: die Differenz zwischen den Renditen von Investment-Grade-Anleihen und Ramschanleihen

6. Marktvolatilität: der VIX (VIX), der die Volatilität misst

7. Nachfrage nach sicheren Häfen: der Unterschied zwischen den Renditen von Aktien und Staatsanleihen

Sein mittlerer Wert beträgt 50 und deutet auf eine neutrale Stimmung hin. Werte über 50 sind bullish (long) und Werte unter 50 sind bearish (short).

Extreme Ausschläge des Fear-and-Greed-Indikators (über 70 oder unter 30) zeigen Gier oder Angst. Der Markt ist im extremen Zustand nicht stabil und neigt deshalb zur kurzfristigen Umkehr. So führen zum Beispiel Werte unter 30 oft zu einem kurzfristigen Ausverkauf des Aktienmarktes, wodurch eine bullische Umkehr möglich wird.


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